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QUALITYTIME

Vor einer Woche saß meine beste Freundin bei mir. Mit ihrem 3. Kind. Ein paar Wochen alt. Verliebt über beide Ohren und voll mit Glückshormonen. Da musste ich sehr stark an meinen Post über die Mami-Phasen denken! Könnt Ihr Euch noch erinnern?

Auf alle Fälle sprachen wir viel über das Leben mit Kindern, Erziehung, was unsere Eltern – in unseren Augen – richtig und falsch gemacht haben, was wir anders, besser machen wollen, wo wir entspannter sein sollten und, und, und.

Sie hatte sich vorgenommen mehr mit ihren Kindern zu machen. Mehr “Qualitytime” mit ihnen verbringen. Sich ihnen mehr widmen. Ihnen mehr zu Verfügung stehen …

Doch wie geht das mit 3 Kindern? “Wie stellst Du Dir das vor? Wie willst Du das machen? Anstellen?” … Und da dachte ich an meine Mami. Sie hatte – hat – ja schließlich auch 3 Kinder. Meine zweite Schwester ist 3 Jahre jünger als ich, meine kleinste Schwester ist 5 Jahre jünger als ich. Also nicht mega knapp, aber knapp genug dass es am Anfang sicher immer wieder stressig und schwierig war. Abgesehen davon, war die Mittlere eine ziemliche Frühgeburt die sehr lange im KH bleiben musste und ziemlich gekämpft hat.

Sie fragte mich, “an was erinnerst Du Dich am meisten aus Deiner Kindheit? Was macht Deine Mami so besonders, speziell. Wo geht Dir das Herz auf, wenn Du darüber nachdenkst?”

Und als ob es gestern war, war es präsent und klar … die Abendende. Denn, um ehrlich zu sein, ich kann mich an meine Kleinkindphasen weder alleine noch mit meinen Schwestern wirklich erinnern. Wenn ich Fotos sehe, dann bilde ich mir ein, oder kann mich vielleicht sogar tatsächlich daran erinnern, aber so, abrufbar eigentlich nicht.

Da wir 3 Kinder waren, musste sich meine Mami klarerweise aufteilen. Nach Alter, nach Phase, nach Priorität und Dringlichkeit … Lange lies sie uns am Abend Geschichten vor. Entweder kamen wir alle ins Bett meiner kleinsten Schwester und hörten zusammen eine gemeinsame Geschichte oder sie las ihr etwas vor und kam dann der Reihe nach zu uns. Den älteren.

Im Teenage Alter brauchte ich dann keine Gute Nacht Geschichten, sondern Lernhilfe. Wir besprachen mein rebellious behaviour. Meine schlechten Noten in der Schule. Versuchten zu lernen. Und wenn ich grad einen guten Moment hatte, weinte ich mich bei meiner Mami wegen Liebeskummer oder Freundschafts-streiterein aus.

Je älter ich wurde, um so seltener wurden die Abende mit meiner Mami. Denn irgendwann schliefen die Freundinnen und dann auch die Freunde bei mir und die waren zu dem Zeitpunkt wichtiger als meine Mami. Furchtbar eigentlich. Wie man so ausgetauscht wird. Ersetzt wird. Ich könnt heulen, wenn ich daran denke, dass es mir eines Tages auch so gehen wird.

Aber um zurück zu kommen. Zum Heute. Zum Jetzt. Jetzt sind wir Mamis und versuchen die besten zu sein. Unseren Kindern genug zu sein und für sie da zu sein. Die meisten von uns arbeiten. Mindestens 20 Stunden. Andere sogar 30-40. Da bleibt nicht viel Zeit für die Kinder. Und schon gar nicht für einen selbst.

Doch – meine Mami hat mir gerade einen sehr intensiven, aber sehr guten Satz mit auf den Weg gegeben – den sie in einer Familienaufstellung gesagt bekommen hat;

Auch wenn wir in einer Zeit leben, in der man wesentlich mehr auf sich schaut, auf sich achtet, auch dass man genügend Zeit für sich hat, steckt in diesem Satz SEHR viel Wahrheit …

Mein Kind ist – sofern er fit und nicht krank ist – jeden Tag im KiGa. Denn ich arbeite. Momentan weniger und von zu Hause aber ab Juni starte ich wieder in einem Unternehmen mit 20 Stunden. Sprich unsere gemeinsame Zeit spielt sich zwischen 15.00 / 16.00 Uhr und ca. 20.00 Uhr ab. Zeit in der ich Einkäufe erledigen sollte und muss. Den Haushalt, sofern ich ihn nicht erst nach dem er im Bett ist mache usw. Abgesehen davon kommt ja Gott sei Dank mein Mann, sein Papi zwischen 18.30 & 19.00 Uhr nach Hause. Dann haben die beiden Zeit für uns Miteinander.

Ich habe ein ziemliches Glück, denn er holt sich seine One-On-One Time. Er fragt richtig danach. Meistens will er alleine Lego spielen. Und alleine spielen ist genauso wichtig für die Entwicklung, für die Phantasie für ihn als Menschen wie das Gemeinsam.

Er ist jetzt in einem Alter, wo man sich nicht nur wirklich gut miteinander unterhalten, Dinge besprechen kann, aber Brettspiele, Kartenspiele und malen sind Teil unserer Zeit. Ich kaufe gerne gute Mal und Ausmalbücher und dann sitzen wir manchmal 1 Stunden nebeneinander und malen – zusammen. Im Hintergrund mal Radio oder meine Playlists von Spotify und ab und zu auch mal eine Bibi & Tina …

Wir bestärken uns gegenseitig mit Komplimenten wie toll oder bunt etwas ausgemalt wurde und malen manchmal auch zusammen an einem Bild. Manchmal will er dabei sogar auf meinem Schoss sitzen. Näher und mehr miteinander geht eigentlich kaum! :)

Brettspiele bzw. Gesellschaftsspiele wie Lotto Karotti, Tempo kleine Schnecke, oder Junior Uno sind momentan ideal und machen so viel Spaß. Zu zweit, zu Dritt oder auch mal zu mehrt, wenn meine Mamo oder Freunde da sind. Manchmal sogar noch in der Früh bevor wir los müssen …

Ab und zu überkommt mich dann auch eine intensive Bastle-Lust und wir basteln diverse Dinge …

Er genießt die Aufmerksamkeit die er ich sich mit keinem Geschwister teilen muss und genießt aber auch die Freiheit alleine sein zu können. Im Wohnzimmer, in seinem Zimmer …

Und Abends, da wird dann gelesen. Gekuschelt. Eine CD gehört und oder der Tag besprochen.

Ich muss gestehen, ich genieße diese Zeit mit ihm auch grad sehr und je schöner das Wetter ist, desto weniger und weniger intensiv ist die Zeit – zumindest Nachmittags, denn dann gibts Programm und schwimmen und Ball spielen … auch wenn das manchmal nur zu Zweit ausgeübt wird, ist es nicht so nahe wie die Dinge die wir zu Hause, gemütlich machen.

Dafür waren wir gestern zusammen in der Badewanne, denn diese Phase dauert eh viel zu kurz … bevor das gemeinsam baden “komisch” wird …

So hat aber jedes Alter, jede Phase, jede Saison seine Vor- und Nachteile und gehört zum Kreislauf des Eltern- und Kinderdaseins dazu.

Ich möchte das er weiß, dass ich für ihn da bin, dass ich ihm Zeit schenke und diese auch gerne mit ihm verbringen. Ich will aber auch, dass er lernt und versteht, dass auch ich ab und zu, auch an einem Nachmittag, mal einen Moment für mich brauche. Meine Ruhe haben möchte … denn das gehört auch zum Leben dazu.

Wie verbringt Ihr Eure Qualitytime? Was ist Euch besonders wichtig? Wie teilt Ihr Euch unter mehr Kindern auf?

Es gibt kein richtig. Es gibt kein falsch. Es muss passen. Sich gut anfühlen. Für alle Beteiligten. Dann ist es gut. Dann macht es Sinn.

HAPPY THURSDAY MAMIs❤

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