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GENDER(N)

Wie die meisten von Euch wissen, habe ich einen Sohn. Momentan erfüllt er alle “Buben-Klischees” die es zu erfüllen gibt. Er liebt Autos, alle Action Heros. Pistolen in allen Größen, laute Geräusche, Trucks und Baufahrzeuge faszinieren ihn. Er will kämpfen und schießen. Seine Lieblingsfarben sind Blau und Schwarz. Ab und zu auch Gold. Denn diese Farbe trägt ein Kämpfer von/bei Ninjago. Aber ab und zu trägt er eine Rosa Short – eine die ich, als Mädchen schon mit 2 Jahren trug.

Und manchmal holt er dann seine Puppe Polly raus – dann wird sie gefüttert, eventuell gewickelt und auch umgezogen. Sie wird fürsogrlichst versorgt und vorsichtig getragen.

Manchmal, will er noch Baby sein, und wenn ich ein großes Tshirt anhabe, dann versteckt er sich darunter, presst seinen kleinen und doch schon großen Körper ganz fest an meinen und sagt dann immer “Mami, jetzt bin ich wieder in Deinem Bauch. So wie damals!”. Das rührt mich natürlich immer wieder aufs Neue und ich genieße diese Situation besonders. Gebe ihm die Zeit die er mit mir so nah haben möchte.

Manchmal sitzt er stundenlang und malt. Mit Bedacht und Idee.

Manchmal hört er sich eine furchteinflößende Ninjago CD an. Meistens aber dann doch Bibi und Tina.

Ich erziehe mein Kind nicht zu einem Sohn. Ich erziehe ihn auch nicht zu einem Mädchen. Ich erziehe und lasse mein Kind zu einem Menschen werden. Einem mit großem Herz und viel Liebe. Einem Menschen der Spaß am Leben hat, der an sich glaubt, der Fehler eingestehen kann und darf und der sich gut fühlt – in seiner Haut, in seiner Umgebung.

Ich gebe zu, ich fände es toll, wenn er ein begeisterter Skateboarder wird. Oder Endurofahrer. Oder American Footballspieler. Aber ich hätte kein Problem, wenn er Balett tanzen gehen möchte, oder Tennis … Ich biete ihm alles an und versuche aber auch auf seine Wünsche, seine Interessen einzugehen.

Warum ich das schreibe – weil ich diese elends mühsame GENDER Diskussion so unfassbar lächerlich finde. Weil ich nicht verstehen kann, dass sich Mütter, dessen Söhne sich “Erdbeer Haarspangen” wünschen, bei DM beschweren, dass auf der Packung “FOR GIRLS” draufsteht!

OH MEIN GOTT – Leute! Ist das Euer Ernst????

Wenn Dein, Euer Sohn Erdbeerspangen tragen möchte, soll er das BITTE UNBEDINGT tun. Meiner trägt ab und zu gerne Nagellack. Er wird meistens von den Mädchen im KiGa ausgelacht. Ist ihm aber wurscht, denn bei dem einen Mal ist es nicht geblieben.

Wenn er mit Erdbeerspangen im KiGa überlebt, dann ist es so was von egal ob für Mädchen, für Jungen oder für Pferde drauf steht!! Wirklich.

Sorry to break it to you!  aber Haarspangen waren nun mal die letzten 100 Jahre für Mädchen. Also kauf sie, wenn sie Dir gefallen. Schluß Ende!

Wir sollten uns mehr darauf konzentrieren, dass wir als Menschen zusammen halten. Mehr Liebe geben, mehr Liebe nehmen, und nicht was denn nun für Mädchen auch für Jungen ok und oder gut ist und uns um Packaging Marketing gedanken machen! Die Welt ist nicht in Ordnung genug für so einen Kleinscheiß! Ernsthaft!

LET KIDS BE KIDS and LET THEM BE WHO THEY WANT TO BE.

Es gibt wesentlich wichtigere Dinge, Verbesserungsvorschläge auf dieser Welt als sich um solche banalen Dinge den Kopf zu zerbrechen!

DM hat immer wieder mit solch dummen “Beschwerden” zu tun. Ja es gibt Feenshampoo und Ritterbadespass. So what. Die meisten Buben bevorzugen nun mal die Ritter. Es ist eine Nachfrage und Angebot Situation! Und wenn mein Sohn Feenshampoo haben möchte – bekommt er es auch. Und ich werde mich nicht beschweren, dass da nicht (auch) für “Buben” draufsteht! Also wirklich Leute…

SORRY, aber das musste jetzt echt mal gesagt werden.

HAPPY MONDAY – HAPPY FEIERTAG morgen!

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2 Responses
  • Christin
    August 20, 2017

    Irgendwie verstehe ich den Text nicht. Soll das Kind nun zu einem Kind oder einem Jungen erzogen werden? Ist die Mutter nun für eine freie Entfaltung des Kindes oder eine Erziehung nach Geschlecht?

    Wenn ich meinem Kind wirklich die freie Wahl lassen würde, würde ich es darin unterstützen und bekräftigen und nicht im ersten Teil eine Wahl suggerieren, die ich im zweiten widerlege.

    Wenn ich meinem Kind die Wahl geben möchte durchbreche ich im Kopf das binäre System und stelle Zuweisungen “für Jungen” und “für Mädchen” in Frage. Dann unterstütze ich mein Kind in dem was es sein möchte und sage nicht, dass ich manches nicht unterstützen würde.

    Zusammengefasst wirkt die Autorin auf mich als möchte sie nach außen hin nicht als gänzlich unemanzipiert gelten, beruft sich aber im Zweifelsfall dennoch auf das binäre System.

  • Maxi
    August 20, 2017

    Die erste Hälfte deines Artikels war noch echt vernünftig, aber als du dann den Bogen zu der Haarspangen-/Gendermarketingdiskussion geschlagen hast, musste ich schon staunen: du hast scheinbar den Kernpunkt der Debatte total verfehlt.
    Es geht doch eben genau darum, dass erst durch diese Reproduktion von Geschlechterrollenerwartung im Marketing und in den Medien Kinder überhaupt als Sonderling gelten oder sogar gemobbt werden, wenn sie sich nicht rollenkonform verhalten.
    Schade, dass Menschen, die eigentlich das selbe Anliegen haben, nämlich dass Kinder sich frei entfalten können, sich trotzdem gegen die eigenen Mitstreiter*innen stellen.

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