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ABOUT LOVE. & OTHER FEELINGS.

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Ein Posting über romantische Beziehungen – das wieder mal für “Viral-Schlagzeilen” (im positiven Sinne) sorgte, lies mich nachdenken. Und ich bin zu dem Entschluss gekommen; Lets agree to disagree.

In dem Post beschreibt sie wie sich Dinge verändern, wenn man mal länger zusammen ist. Wie die Liebe sich weiterentwickelt. Wie die Schmetterlinge die man am Anfang hat, wenn man seinen Partner sieht oder er/sie den Raum betreten, langsam weiterziehen. Eine gewisse Ruhe in der Liebe einkehrt.

Das stimmt natürlich. Diese Aufregung, dieses kribbeln verschwindet etwas. Wird weniger oder zumindest anders bzw. verliert einfach an Intensität.

Georg und ich hatten im Juni unseren 7!! Hochzeitstag und im Dezember – Ende diesen Jahres – sind es insgesamt 13!! Jahre die wir zusammen sind. 12.5 Jahre die wir zusammen wohnen & leben. Bei und miteinander. Ich habe mehr als ein Drittel meines bisherigen Lebens mit ihm verbracht. Weil ich mich in ihn verliebt habe.

Und am Anfang waren es nicht Schmetterlinge, aber Elefanten, Giraffen, wahrscheinlich eine komplette Serengeti in meinem Bauch wenn ich ihn sah, traf oder wir uns küssten. Er war mein Lebensmittelpunkt, nahm mir die Luft zum atmen und hinterliess einen fürchterlichen Schmerz und eine derartige Leere, wenn er mal nicht da war.

Wir stritten uns viel. Wegen wahnsinnig viel Blödsinn. Wir waren so jung. So unerfahren und wussten teilweise nicht was wir mit diesem überwältigem Gefühl, das über uns beide immer wieder aufs Neue hineinbrach, umgehen sollten. Es war heftig. Wenn Leute im Scherz meinten “wie schön, der Topf hat seinen Deckel gefunden” war meine Antwort immer – “keiner von uns ist der Topf. Wir sind beide Deckel. Und wenn 2 Deckel auf einander “krachen” wissen wir was das ergibt. Einen ziemlichen lauten DUSCHER.

Das wir nach fast 13 Jahren nicht mehr so über uns herfallen und die Zeit einfach stehen bleibt wenn der eine nach Hause kommt, vorallem mit einem Kind, ist glaub ich allen klar und auch nachvollziehbar. Was mich aber an dem Artikel “gestört” hat war, dass sie meinte, es wird nicht mehr so gekuschelt wie früher …

Georg und ich haben uns über die Jahre gewisse Routine-Punkte, Musts angeeignet … die für uns und unsere Beziehung extrem wichtig sind und ich glaube genau deswegen, nach vielen Ups & Downs uns immer wieder zusammen schweißen und uns daran erinnern, wie es früher mal war.

Wenn einer von uns beiden “ausgeht” oder später nach Hause kommt, wartet der andere mit dem Zähneputzen. Sprich selbst wenn ich nach 12 Uhr Mitternacht nach Hause komme, und Georg meistens schon schläft, wecke ich ihn dann auf, damit wir gemeinsam Zähneputzen gehen können. So verbringen wir – wenigstens – noch 5-10 Minuten zusammen, können noch ein bisschen plaudern und gehen dann offiziell “gemeinsam” mit einander ins Bett. Schlafen.

Wenn wir ins Bett gehen wird IMMER gekuschelt. IMMER. Wir schlafen sogar immer mit den Beinen verknotet ein. Und bevor wir einschlafen küssen wir uns immer “Gute Nacht”. Geküsst wird prinzipiell viel. So viel es halt geht… Und I LOVE YOU wird mindestens 5x am Tag gesagt und mind. 5x geschrieben.

Wir telefonieren oder Whatsappen mind 1-2 Stunden pro Tag. Und haben uns am Ende des Tages immer noch viel zu sagen. Und wenn mal nicht, geniessen wir die Ruhe, die Stille, das Schweigen gemeinsam. Es war noch nie unangenehm. Vorallem wenn wir im Auto sitzen und einen Road Trip machen. Da gab es viele Stunden in denen kein einziges Wort gefallen ist. Aber angesehen haben wir uns dazwischen, angelächelt, geküsst, oder einfach nur die Hand des anderen gehalten.

Aber da ich prinzipiell gerne meinen Schlapfen offen habe, reden wir schon sehr viel. Wir reden und besprechen auch ALLES. Und damit meine ich wirklich alles. Bzw. bin ich meistens der Initatior unserer Gespräche, aber wenn ich mal begonnen habe, kann es sein, dass wir Stundenlang reden, diskutieren und besprechen. Ich werde es NIE zulassen, das etwas unausgsprochen bleibt. Und ich merke wenn Georg etwas am Herzen liegt. Sobald ich den ersten Schritt getan habe, macht er mit. Und dann ist es gut, wir reden uns alles von der Seele. Es ist nicht alles und nicht immer leicht, manche Sachen tun weh, möchte man nicht hören, oder gar aussprechen, aber wenn sie mal im Raum stehen muss man sie wahrnehmen und bearbeiten.

Meine Mami meinte auf die Frage, bei unserer Hochzeit was sie uns wünsche: “Sie sollen es besser machen als ich, als wir… aber sie werden es besser machen, denn sie haben eine phantastische Streitkultur.” Und ich bin immer der Meinung – man muss als Paar auch wirklich gut und hart streiten können, damit es wirklich funktioniert. In meinen Augen tut es das.

Womit viele Freundinnen ein Problem haben, bzw. es nicht nachvollziehen können, ist unsere Offenheit. Im wahrsten Sinne des Wortes. Georg und ich machen NIE die Klotüre zu. Teilweise unterhalten wir uns miteinander. Denn früher – als wir beiden Vollzeit arbeiteten, hatten wir nicht viel gemeinsame Zeit und mit Kind – noch weniger. Also wird jede Gelegenheit genutzt um sie miteinander zu verbringen. Wir duschen oft zusammen, spart nicht nur Zeit, aber auch Wasser. Und es bedeutet wieder Zeit für und miteinander.

In der Schwangerschaft, wenn ich mal nicht hingekommen bin, half mir Georg beim rasieren. Wusch meine Haare und ist prinzipiell ein toller Partner – vorallem aber was solche Sachen angeht! Denn ich sage Euch eines. Wenn Ihr vor habt mit Eurem Partner alt und grau zu werden und Ihr schämt Euch heute “schon” vor ihm aufs Klo zu gehen, oder wollt ein paar Dinge als “geheim” halten… á la “man(n) muss ja nicht alles wissen und sehen, für die wird es schwer im Alter. Denn ich weiß das Georg sich herrvoragend um mich kümmern wird, wenn ich es nicht mehr kann und vice versa!

Es gibt fast nichts was wir nicht schon voneinander gesehen haben. Ich schäme mich für nichts und somit habe ich das Vertrauen das wir es einfach haben werden. Denn alt werden ist nicht immer leicht und vorallem nicht immer schön. Aber zu wissen, dass mein Partner, mein Mann, mein bester Freund ALLES für mich tun würde lasst mich im guten Gewissen alt, älter werden. Denn er wird da sein und sich um mich kümmern, sofern er es körperlich schafft! :-)

Aber klar, es gibt natürlich Zeiten wo wir miteinander genervt sind. Wo einem das eine oder andere Wort, Gesichtsausdruck oder das Schnaufen in den Wahnsinn treiben… aber mein Gott. Es soll nichts schlimmeres passieren. Menschen nerven sich nun mal. Und das gehört eben auch dazu. Dann ist es dann Zeit für ein wenig Abstand. Für ein TimeOut.

Eine Beziehung ändert und verändert sich immer über die Jahre. Aber Kinder sind sicherlich eine große Veränderung in einer Partnerschaft und nicht jede hät dies Veränderung aus. Was ich durchaus nachvollziehen, verstehen kann. Erst letzten Freitag waren wir spontan-geplant aus. Denn ich bat meine Mami spontan Lucian zu nehmen, über Nacht, da ein Freund von mir aus NYC da war. Doch er hatte nicht so lange Zeit als ich gehofft hatte und dann saßen Georg und ich da. Alleine. Zu Hause. Mit Freizeit. Sehr ungewohnt.

Wir riefen ein paar Freunde an und beschloßen spontan auszugehen. Das erste Mal seit Monaten. Wahrscheinlich seit Jahren. Zwar nur Dinner & Drinks, aber immerhin… Wir trafen uns im TLV BEACH. Zuerst waren wir nur zu Zweit. Wir bestellten uns einen Drink und genossen diese Zweisamkeit. Aber gleichzeitig fühlte es sich komisch an. Wir schauten immer wieder über unsere Schultern, als ob wir nach Lucian schauen würden. Ob er eh keinen Blödsinn macht…

Ich kann ein bisschen nachvollziehen warum viele oder einige Ehen auseinander gehen, wenn die Kinder ausziehen. Der gemeinsame Nenner fällt weg. Der “neu-gewonnene” Lebensmitelpunkt um den sich so viele Jahre wirklich alles dreht, ist von heute auf morgen nicht mehr da.

Ich denke nicht, ich hoffe nicht, das dies bei Georg und bei mir zutrifft, bzw. der Fall sein wird. Wir können nur weiterhin versuchen uns unsere kleinen Punkte, unseren Routinen zu behalten und nicht zu vergessen – First it was JUST US. Das US muss gehegt und gepflegt werden.

Und genau deswegen, haben wir beschloßen, gegen Ende des Jahres ein paar Tage GANZ ALLEINE wegzufahren, weg zufliegen. Wohin es gehen wird. Das wissen wir noch nicht. Aber bevor ein weiterer Mensch die Aufmerksamkeit für sich beansprucht, brauchen wir auch wieder ein bisschen WIR Zeit. Denn 10 Jahre lange gabs nur uns beide.

Was ich mit diesem Artikel sagen möchte? Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht ganz genau. Ich wollte mich vielleicht selber wieder daran erinnern wie wichtig unsere Beziehung ist und wie wichtig es ist, an ihr zu arbeiten und sie zu pflegen.

Und jede Beziehung ist anders. Es gibt keine Formel für die Liebe. Für Sicherheit. Man kann daran glauben und sich bemühen. Aber dazu gehören dann auch immer Zwei dazu! Man muss es zu schätzen wissen und darf es nicht als selbstverständlich hinnehmen.

Schaut Euren Partner an, sagt ihm wieder mal das ihr ihn schätzt. Das Ihr dankbar seid. Das ihr ihn liebt.

Das Wetter momentan lädt eh wieder mehr zum kuscheln ein. So cuddle. And make LOVE. AND OTHER FEELINGS.

HAPPY TUESDAY MAMIs ❤

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