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HEBAMMEN – TEIL 1

Wikipedia –> Hebamme (von althochdeutsch Hev(i)anna: „Ahnin/Großmutter, die das Neugeborene aufhebt/hält“; Silbentrennung: Heb-amme / Aussprache: ˈheːp-amə, ˈheːbamə), ist die Berufsbezeichnung für Frauen, die das Geburtsgeschehen während der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett betreuen.

Die Bezeichnung für Männer in diesem Beruf ist in Deutschland Entbindungspfleger, in Österreich Hebamme.

Hebamme ist einer der ältesten Frauenberufe. Tempelmalereien von der Drillingsgeburt der Pharaonenkinder des ägyptischen Sonnengottes Re aus dem dritten Jahrtausend vor Christus sind eines der ältesten Zeugnisse der Hebammenkunst. In den Erzählungen über den Auszug der Israeliten aus Ägypten unter der Führung des Mose auf dem Weg in das durch JHWH den Israeliten versprochene Land Kanaan heißt es im 2. Buch Mose in der Tora und im Alten Testament:

“Und Gott tat den Hebammen Gutes; und das Volk mehrte sich und wurde sehr stark. Und es geschah, weil die Hebammen Gott fürchteten, so machte er ihnen Häuser.”

AUFGABENGEBIET EINER HEBAMME

Bis auf Ultraschalluntersuchungen können Hebammen bei einer komplikationsfrei verlaufenden Schwangerschaft die ganze Bandbreite der üblichen Schwangerschaftsvorsorge durchführen, wie sie auch von Gynäkologen angeboten werden, d. h. von der Feststellung der Schwangerschaft über das Ausstellen des Mutterpasses bis hin zu Untersuchungen mit dem CTG oder dem Pinard-Rohr, Abstrichen, Beratung usw.

Darüber hinaus bieten Hebammen den Schwangeren vielseitige Beratung und Hilfestellungen bei Schwangerschaftsbeschwerden. Dazu zählen beispielsweise Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Aufarbeitung traumatischer Geburtserlebnisse sowie allgemeine Ängste und Befürchtungen der Schwangeren im Zusammenhang mit der Geburt.

In Geburtsvorbereitungskursen geben Hebammen vielfältige Informationen und führen mit den Schwangeren praktische Übungen zu Entspannungs- und Atemtechniken durch, die bei der Geburt hilfreich sein können.

Eine Hebamme leitet die regelrechte Geburt ab Wehenbeginn völlig selbständig ohne Arzt (nach § 4 Abs. 1 Satz 2 (HebG/D) und nach § 3 Abs. 1–2 Hebammengesetz (HebG/Ö)). Nach diesen Gesetzen besteht die Hinzuziehungspflicht einer Hebamme.

Das heißt, ein Arzt darf nur im Notfall eine Geburt ohne Hebamme durchführen. In einem Hospital mit Frauenklinik jedoch muss ein Arzt bei der Geburt anwesend sein, um den Anforderungen der Leitlinien gerecht zu werden.

In Österreich besteht lt. § 3 Abs. 1 HebG/Ö die sog. Hinzuziehungsplicht jedoch für die Schwangere und nicht für den Arzt.

Die Hebamme unterstützt die gebärende Frau bei der Verarbeitung der Wehen und muss erkennen, wenn der Geburtsverlauf pathologisch wird und ggf. entscheiden können, ob ein medizinisches Eingreifen nötig wird. Bei einer Spontangeburt sollte die Hebamme beim regelrechten Verlauf in der Lage sein, auf besondere Wünsche, z. B. die „Geburtsstellung“ der Gebärenden, einzugehen.

Bei Regelwidrigkeiten der Geburten muss die Hebamme in Notfällen in der Lage sein, eigenständig Hilfe zu leisten (zB bei Schulterdystokie) oder ggf. dem Arzt zur Seite zu stehen, auch bei Kaiserschnittgeburten.

Das Tätigkeitsfeld direkt nach der Geburt umspannt die Beurteilung des Neugeborenen, die Pflege und alle erforderlichen Untersuchungen von Mutter und Neugeborenem unmittelbar nach der Geburt, einschließlich der Kindervorsorgeuntersuchung U1.

Pflege und Überwachung im gesamten Wochenbett von Wöchnerin und Kind umfassen die Beratung und Hilfe zur angemessenen Pflege und Ernährung des Neugeborenen, Hilfe beim Stillen/Stillberatung, Behandlung von Stillproblemen.

Zu den weiteren Aufgaben zählt die Überwachung der Rückbildungsvorgänge sowie der Wundheilung von geburtsbedingten Dammverletzungen. Darüber hinaus bieten Hebammen Rückbildungsgymnastik, Beratung bei sozialen Problemen sowie Vorbeugung und Erkennung von psychischen Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Geburtsvorgang (Wochenbettdepressionen) an.

jetzt aber genug “Aufklärung”… viel Spaß mit den ersten Geschichten zum Thema HEBAMME.

 

VALERIE ÜBER IHRE HEBAMME:

Ich habe 2 Kinder und beide bei Johanna Vlk im Rudolfinerhaus entbunden – sie war ein Traum! Es war äußerst unkompliziert, da wir beide nur 5 Minuten zu Fuss auseinander wohnten und beide ausserdem in 3 Minuten zu Fuss im Rudolfinerhaus waren.

Ich habe die Geburtsvorbereitung bei Tee und Apfelstrudel bei ihr zuhause gemacht, was sehr entspannt war. Die Kreissäle haben wir uns dann auch angeschaut und einen ausgesucht – sofern der frei sein würde.

Als beim 1. Kind die Wehen eingesetzt haben, habe ich Johanna angerufen und gesagt: Du, ich hab da was, aber ich weiss nicht ob das Wehen sind” :-) Sie hat mich dann ins Spital bestellt und wir haben ein CTG gemacht. Es war ca. 20h. Johanna meinte, dass unsere Tochter wohl am nächsten Tag zwischen 8h und 9h auf die Welt kommen würde, ich soll Ingwertee trinken und versuchen zu schlafen.

Und GENAUSO war es!

Johanna hat die Geburt toll mit mir gemeinsam gemacht. Mein Mann war auch dabei, aber die Väter sind ja mehr Statisten :-) ich habe mich sehr wohl bei Johanna gefühlt und sie hat zB den Anästhesisten am Weg ins Spital angerufen, damit er rechtzeitig für die PDA da sein wird (ich bin erst sehr spät ins Spital, da ich lieber zuhause bleiben wollte, solange es geht und der Weg ja eben nicht weit war). Es hat alles super geklappt.

Auch die Nachbetreuung war sehr gut. Sie ist immer zu mir nach Hause gekommen, hat mich gelasert, falls nötig und auch sonst umsorgt, soweit
ich das wollte.

Johanna hat mich auch regelmäßig zu einer “Mami-Runde” zu sich nach Hause eingeladen – sie hat diesen Treff aus reiner Nettigkeit organisiert, damit sich junge Mamis austauschen können.

Auch mein 2. Kind habe ich bei ihr entbunden. Auch hier hat sie die Uhrzeit ziemlich genau vorhergesagt. Ich muss dazu sagen, dass ich 2 sehr schöne Geburten hatte und der Arzt zwar am Ende anwesend war, aber einfach fast nichts zu tun hatte!
Bei meiner Tochter hat sie basierend auf der Geburt eine Charaktereigenschaft vorhergesagt, die sich immer mehr bewahrheitet – it’s
magic!

Ich fühle mich mit 2 Kindern vollständig – aber aufgrund meiner Geburten und der tollen Betreuung könnte ich noch 100 Kinder bekommen :-)

 

SOPHIE ÜBER IHRE HEBAMME

Meine mutter wollte unbedingt, dass ich einen Privaten Arzt bei meiner Geburt habe … Ich hielt mit meiner GYN Rücksprache, die macht aber keine Geburten und riet mir zu einer Hebamme, da diese ja “eigentlich” die Hauptperson ist. Ich habe dann eine Freundin gefragt, die schon eine hatte und die gab mir dann die Daten ihrer Hebamme.

Ich kontaktierte sie per Mail & sie schrieb gleich zurück und das Kennenlerne war ausgemacht. Ich habe sie in ihrer “Ordination” (kleine Wohnung, die sehr nett eingerichtet ist) kennen gelernt. Sie war mir auf anhieb sympathisch, ein bisschen esotherisch angehaucht, legt viel Wert auf alles Natürliche. Mischt ihre eigenen Bachblüten, die sie per Schiff und nicht per Flugzeug (wegen Strahlen, etc.) aus England geliefert bekommt.

Sie gab mir dann alle möglichen Infos, wie alles abläuft, vor, während und nach der Geburt. Das erste Treffen war also sehr positiv und deswegen entschied ich mich auch bei ihr zu bleiben. Sie bietet mit einer Kollegin zusammen einen Vorbereitungskurs an … Diese Kollegin lernte ich dann auch kennen, für den Fall dass meine Hebamme zu meiner Geburt schon bei einer anderen Geburt sein sollte.

Wir – ich und mein freund – fanden auch die Kollegin sehr nett und hätten uns sicher auch bei ihr wohl gefühlt, aber es kam dann eh nicht dazu. Ich war insgesamt 3x vor der Geburt bei ihr (kennen lernen, einmal zur Info über alles mögliche, was ich zur Vorbereitung machen soll, und einmal zur Kontrolle, wie weit ich schon bin).

Sie rat mir zum Epi-No – ein “Gerät” um den Vagina/Muttermund auf die Geburt vorzubereiten. Etwas mühsam, jedoch bin ich mir sehr sicher, dass es mir bei der Geburt sehr geholfen hat.

Ich bekam die “Loslassen” Bachblütenmischung, die ich ein paar wochen vor dem geplanten Geburtstermin nehmen sollte und dann auch während der Geburt (um eben loslassen zu können), sowie ein Rezept für eine Teemischung, der auch ein paar Wochen vor der Geburt getrunken wird und noch Mandelöl-Nelkenblätteröl-Mischungs-Rezept, um den muttermund vor der geburt schön weich zu machen (wird mit einem Tampon eingeführt und wirkt über Nacht). Ich erwähne es deswegen, weil ich überzeugt bin, dass diese Sachen ALLE eine entscheidende Rolle bei meiner Geburt meines Sohnes gespielt haben.

Bei der letzten Kontrolle meinte sie, dass es am Wochenende schon so weit sein könnte (es war Donnerstag), und so kam es dann auch. Ich hatte seit einigen Tagen Schmerzen im Rücken, stand in der Nacht auf und rollte auf meinem Gymnastikball herum und dachte mir “so kleiner Mann, ich wäre jetzt echt bereit für deine Ankunft”, legte mich wieder ins Bett und streichelte mir über den Bauch …

20 Minuten später platzte meine Fruchtblase und ich wusste es ist so weit. Weckte meinen Freund und meine Mutter (die länger auf Besuch blieb, da meine Hebamme ja meinte am Wochenende würde es wahrscheinlich so weit sein) und machte alles, was mir die Hebamme vorher sagte:

Nahm die erste runde Marillen-Rezinusöl … dann begannen die Wehen. Ich rief die Hebamme an, erzählte ihr alles und sie meinte “gut”, sie würde frühstücken und ich soll mich dann noch einmal bei ihr melden, wenn die Wehen alle 15 minuten kommen (bin mir wegen der Minuten nicht mehr so sicher). Trank nach einer Stunde noch einmal eine mischung vom Marillensaft mit Öl, machte einen Einlauf (hilft dann bei der Geburt), und dann nach einer Stunde wieder das Ölgemisch & duschte.

Ich weiß nicht warum, aber ich hatte leider extremen Durchfall (Nervosität + Ölgemisch vielleicht!?!) und hatte deswegen nach den Wehen nicht viel eErholungszeit, aber es ging. Rief die Hebamme dann bei den gesagten Minuten an und sie kam dann nach einer halben Stunde (also etwa 4 Stunden nach Fruchtblasensprung). Sie war sehr ruhig, schaute sich bei mir alles an und meinte wir könnten schon langsam ins Krankenhaus fahren (St. Josefs Krankenhaus im 13. Bezirk, Wien).

Sie fuhr voraus um alles dort abzuklören & den ganzen Papierkram schon zu erldigen. Somit musste ich nur ankommen und ab ins CTG Zimmer. (Alle anderen Kreissäle waren schon besetzt). Als ich dann in den Kreissaal kam, ging alles ziemlich schnell. Ich machte ein paar Übungen bei den Wehen, die wir im Vorbereitungskurs lernten und die mir halfen. Die Hebamme kümmerte sich neben mir auch noch um meine Mutter und meinen nervösen Freund. Ließ uns dann auch kurz alleine, und als sie zurück kam, konnte ich schon anfangen zu pressen.

Sie probierte 1-2 Stellungen mit mir und wir wählten, die, die für uns beide am besten war. :-) leider konnte ich nicht hocken, da ich schon zu erschöpft war. Ich bekam etwas zu trinken, meine Bachblüten, sie sprach mir gut zu, hat sich aber während den Pausen auch etwas zurück gezogen (im selben Zimmer), was ich ganz gut fand, weil ich nicht ständig zugetextet werden wollte, und schwups ging dann alles ganz schnell und der Kleine war da.

Sie zeigte uns dann noch die Plazenta, weil wir das auch wollten, half mir beim anlegen und gab uns noch viel Zeit im Kreissaal. Ich fühlte mich nach der Geburt gleich wieder fit … es hat auch nur insgesamt 8 Stunden gedauert.

Zuhause kam sie uns dann noch 2x besuchen. Beim 2. Mal merkte sie schon, wie verzweifelt wir waren, da der kleine schlimme Koliken hatte … gab mir noch Still-Tips und Koliken-Tips. Danach kontaktierte ich sie weitere 2 Mal, da ich noch weitere Still & Essenstips brauchte.

Sie ist eine tolle Person, hat eine irrsinnig warme, herzliche und ruhige Ausstrahlung. Ich bin sehr froh, dass sie mir die ganzen Tips vor und nach der Geburt gegeben hat. Ich hatte sicher auch Glück, aber dank ihrer Unterstützung hatte ich eine ganz tolle natürliche Geburt, ohne allem. Selsbt wenn es nicht so easy abgelaufen wäre, wäre sie eine tolle Begleiterin gewesen, da sie offen für alle Wünsche ist, jedoch eine natürliche Geburt mit ihren “Patientinnen” bevorzugt.

Ich kann nur zusammenfassend sagen, dass – wenn man die finanzielle Möglichkeit hat – sollte unbedingt eine private Hebamme nehmen. Es ist so viel persönlicher und schön zu wissen, WEN man neben sich hat. (DAS KANN ICH NUR BESTÄTIGEN)

HAPPY MONDAY MAMIs❤

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1 Response
  • V. L.
    February 9, 2017

    Ich hatte Johanna ebenfalls als Hebamme und die Geburt wurde leider wegen ihr zu einem traumatischen Erlebnis. Sie hat mich jedesmal vaginal untersucht obwohl ich mehrmals gesagt hab dass ich das nicht will und nicht als sinnvoll erachte aber da stellte die mich immer als seltsam da und erklärte: das muss jetzt sein- bis dann nach einer MM- Untersuchung die Wehen lisgingen(10 d vor Geburtstermin; passend für den Gyn der dann in 10 d auf Urlaub gewesen wäre)Und so ging es in einer Tour- man durfte nichts selbst bestimmen – nicht einmal welche Lage man bei der Geburt möchte. Und die PDA sei sooooo wichtig-schon bei 1 cm offenem MM musste sofort die PDA gemacht werden weil sonst wäre es zu spät.hat mir nicht einmal die Möglichkeit gelassen darüber nachzudenken. Ein Alptraum!

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