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GENERATION TV.

Wir waren die Generation von MTV. Oh how I miss those times. Gute Mukke und geile Musikvideos. Heute ist MTV eine Aneinanderreihung von Reality und Un-Reality TV. Ab und zu spielt es ein paar Charts … aber die Zeiten sind nun mal vorbei.

DENN, Generation TV is ON.

Es ist eine Diskussion die seit JAHREN geführt wird. Sollen Kinder überhaupt schauen? Wenn ja, wann, was und vorallem wie viel. Soll man mit ihnen darüber reden, es mit ihnen anschauen? Wo fängt man an und wo zieht man die Grenze?

Es ist ein sehr komplexes und Grauzonen-Thema, jeder hat seine Einstellung dazu. Jeder eine andere Meinung. Und alle, die nicht dieser sind, liegen falsch oder tun ihrem Kind nichts Gutes …

Ich werde Euch mal erzählen wie wir das so handhaben. Denn ich persönlich finde, wir haben das ganz gut im Griff.

Ja, wir haben es einfach, wir haben nur 1 Kind. Ist aber auch manchmal nicht so einfach. Und obwohl unser Kind teilweise bis zu 2 volle Stunden ALLEINE in seinem Zimmer spielt und sich beschäftigt, gibt es Situationen, Momente in denen man sich ein weiteres Kind wünscht, damit sie auch zusammen spielen könnten …

Nun ja, aber so ist es nun mal nicht.

Mein Kind, Baby war, wie die meisten von Euch wissen, ein ziemlich armes, arges Bauchweh Kind. Mit Koliken, Durchfall, Verstopfung usw. So arm er war, so arm war auch ich. Denn ob diese 4 Monate zu meiner PPD damals führten oder sie nur verstärkten lassen wir jetzt mal so im Raum stehen. Fakt ist jedoch, dass ich am Ende meiner Nerven und Kräfte war.

Doch kaum waren die schwierigen Anfangsmonate mit ihm überstanden, ging es mir schlechter und schlechter. Mit knapp 9 Monaten setze ich ihn das erste Mal vor den Fernseher. In seiner Babybjörn Wippe. Drehte ihm auf Youtube (wir hatten dieses Feature damals schon dank Apple TV) ein Aquarium auf.

Da saß er dann. Staunte und schaute. Den Fischen beim schwimmen zu. Ich hatte Zeit mich schnell zu duschen und mir einen Kaffee zu machen. Allerdings fand er das Aquarium nach dem 3x nicht mehr so spannend. Also blieb der TV wieder einige Zeit aus.

Relativ schnell darauf luden wir uns die ersten Apps am Handy herunter. Denn ab und zu, wenn man mal ein Gespräch führen möchte, oder eben mal kurz Ruhe haben möchte, dann war es perfekt. Es schenkte mir ein bisschen Auszeit. Pause. Zeit zum durchatmen. Die Apps waren alle “Baby-Gerecht” von Fisherprice. (Aber auch da gehen natürlich die Meinungen auseinander)

Mit 13 Monaten startete er die Krippe. Eine neue Ära für ihn und mich. Anfangs nur 3 Stunden an 3 Tagen. Dann stockten wir auf 4 Tage auf und nach ein paar Monaten dann auch bis frühen Nachmittag inkl. Mittagessen & Mittagsschlaf.

Er genoss die Zeit dort sehr. Strahlte immer, wenn ich ihn abholte. Ich, kam wieder zu Kräften. Kümmerte mich um mich und meine Genesung. Baute mir ein bisschen was auf. Fand wieder zu mir und war so für ihn wieder eine bessere Mami. Wir profitierten alle davon.

In der Zeit blieb der TV eigentlich sehr lange ab. Außer für uns am Abend natürlich … ab und zu am Wochenende, schauten wir eine Serie und er spielte daneben. Schaute ab und zu hin und zu, aber es interessierte ihn nicht wirklich.

Als er jedoch dann das erste Mal richtig krank war. Mit Fieber, Husten (leichte Bronchitis) und wir das erste Mal auch mit dem Pariboy inhalieren mussten, musste er wieder angedreht werden. Bzw. beschloss ich ihm eine Caillou DVD, die ich beim Hofer mal gekauft hatte, auf meinem alten Laptop anzudrehen. Und voila, er inhalierte gute 15 Minuten ohne “Kampf”.

Da eine Folge etwas länger dauert, durfte er, nach beenden des Inhalieren, die Folge zu Ende schauen. Und auch wenn er brav Mittagsschlaf machte, wurde er – quasi – mit einer weiteren Folge “belohnt”. Das funktionierte einwandfrei. Denn, ich muss dazu sagen, mein Kind ist selbst wenn es krank ist, außer das eine Mal als er Scharlach hatte, immer sehr quirlig und selbst bei hohem Fieber ein Wirbelwind.

Da ich aber finde, das man auch “Ruhephasen” abhalten sollte, kam uns die Pausen mit einer DVD sehr zu gute. Caillou ist entzückend und ich habe es immer mit ihm angesehen. Und das obwohl ich gerne jede Minute genutzt hätte um mich etwas um den Haushalt zu kümmern …

Für Gesellschaftsspiele war er noch zu klein. Andere Spiele und auch Bücher interessierten ihn nur sehr kurz und somit war es, für uns, die einzige Lösung um ihn auch mal etwas ruhiger zu beschäftigen.

Ja, mir ist durchaus bewusst, dass Fernsehen etwas auslöst und manche Kinder unruhiger macht, unserer jedoch nicht. Nur eingeschlafen ist er das erste Mal mit ca. 3.5 Jahren beim Fernschauen. Davor NIE.

Also hielt sich DVD schauen sehr in Grenzen. Ausnahmen waren Wochenenden, vorallem im Herbst und Winter, wenn es draußen kalt und Grau war. Er wieder sehr zeitig aufstand und wir eventuell am Vorabend etwas aus waren. Dann durfte er zwischen uns, bei uns im Bett ein bisschen TV schauen. Nick Jr. zB. Da läuft “Paw Patrol”, “Bubble Guppies”, “Dora”, “Blaze und die Monstertrucks”, usw.

Dazwischen hatte er ja eine ziemliche “SKATER-PHASE” … da durfte er, bzw. fragte förmlich danach, ich solle ihm coole Buben zeigen.

Nun ist er knappe 5.5 Jahre alt. Schaut relativ regelmäßig fern. Doch auch hier gibt es Regeln, Grenzen, Ausnahmen.

Mo-Fr NIEMALS in der Früh! Und Abends – wenn überhaupt, dann gegen 17/17.30 Uhr bis höchstens 18/18.30 Uhr – Nick Jr. und alle Serien nur auf Englisch. Manchmal interessiert es ihn dann doch nicht. Dann dreht er alleine ab und geht wieder spielen. Bzw. ist der Deal, sobald der Papi nach Hause kommt und es Abendessen gibt, muss so oder so angedreht werden. Das funktioniert 80% der Zeit wirklich gut. Wenn es eine Folge ist, die er noch nicht 380x gesehen hat, dann kann es zu kleinen Diskussionen führen. Aber eher selten.

Wir haben aber durchaus Wochen, wo zB unter der Woche gar nicht geschaut wird. Oder eventuell nur 1x.

Am Wochenende darf er , wenn wir Samstagabend zu Hause sind, zB DSDS (Deutschland sucht den Superstar) mit mir, bei uns im Bett anschauen. Dabei schläft er meistens ein. Wenn wir Samstagabend nicht zu Hause sind, dann schauen wir gemeinsam die Wiederholung am Sonntag Nachmittag an.

Und auch am Wochenende gibt es eigentlich am Vormittag kaum Situationen in denen wir den TV aufdrehen. Er ist Gott sei Dank so selig mit seinen Spielsachen und seinem CD Player, dass er meisten, wenn er bis ca. 7/7.30 Uhr geschlafen hat, sofort zu spielen anfängt.

Das ganze findet dann meistens so statt: er steht auf, ganz leise, kommt zu uns ins Zimmer, gibt mir ein Bussi auf die Wange und sagt “darf ich schon spielen?”. Ich nicke natürlich und sage dann immer “aber bitte zieh Socken an!”

Dann saust er zu sich ins Bad, geht aufs Klo, spült aber nicht “damit er uns nicht aufweckt” (Seine Erklärung!!), geht in sein Zimmer, holt sich Socken und zieht sie an, dann versucht er mehrmals, seine Tür – eher unsanft – zu schließen, damit wir dann nicht von seiner CD gestört werden … und dann spielt er. Meistens muss aber Georg dann kurz darauf aufstehen, denn er muss helfen diesen einen speziellen Lego Stein zu suchen, oder ihm beim bauen helfen.

Wenn wir wirklich ein Wochenende komplett zu Hause verbringen, dann kann es schon vorkommen, dass L. ein paar Serien hinter einander schauen darf oder aber auch einen ganzen Disney Film. Da suchen wir uns dann einen gemeinsam aus – Amazon Prime & Netflix bieten ja heutzutage genügend an – und dann kuscheln wir uns gemeinsam auf die Couch und schauen einen “Familien-Film” wie wir es nennen. Es kann durchaus sein, dass einer von uns dabei einschläft oder etwas döst, aber trotzdem ist es uns wichtig das zusammen zu machen.

Oft schlägt er auch “Fixer Upper”, die Serie wo sie alte, heruntergekommene Häuser wieder herrichten, vor. “Schauen wir doch das wo sie immer die Häuser so schön machen”. Das find ich cool muss ich sagen. Denn er weiß, dass wir erstens selbst viel machen und Handwerklich begabt sind uns sieht so auch wieder coole Ideen, bzw. Handwerkliches Geschick und was dabei rauskommt, bzw. rauskommen kann.

Thema iPad. Wir haben LANGE überlegt eines zu kaufen. Haben NIE eines für ihn gekauft. Aber G. bekam dann mal eines zum Geburtstag … das wurde sehr schnell zu L.´s. Das erste Mal durfte er dann im Auto einen Film schauen, als ich erstmaligst zu meiner Freundin nach Kärnten fuhr. Zuerst schlief er, dann machten wir eine Pipi Pause und die restliche Zeit bis zur Ankunft durfte er dann schauen.

Seit diesem Sommer haben wir auch Kopfhörer für ihn, die ich jedes Mal neu einstelle, wenn er sie bekommt, damit es ja nicht zu laut ist. Am Weg nach Italien durfte er einen Film schauen, dann war Pause und dann noch einen. In Italien selber durfte er, statt dem Mittagsschlaf ein bisschen am Strand im Schatten schauen. So war es auch für uns Urlaub und wir konnten immer wieder Ruhepausen einlegen …

All in all, finde ich, hat er über die Jahre vom Fernschauen eher profitiert. Er hat schnell sich Wörter gemerkt und wusste sie richtig einzusetzen. Hat vieles schneller verstanden. Heute kann er viele Ausdrücke oder “Sayings” schon auf Englisch sagen, da er ja fast nur noch Englisch schauen darf …

Für uns passt es so und auch sonst habe ich nicht das Gefühl dass er zu viel schaut, bzw. sich nicht alleine beschäftigen kann. Es dürfte einfach bei uns perfekt abgestimmt und ausgewogen sein. Ich denke das macht es aus! Die Dosis und die Grenzen. Er muss wissen, wann genug ist, bzw. dass er immer fragen muss, wenn er Fernschauen möchte und aber auch damit leben können, wenn ich NEIN sage …

Oft sehe ich auch, dass er das gesehene in sein Spiel umsetzt. Spielt Situationen nach und baut sie weiter aus. Kommt auf Bastelideen, die er gesehen hat und oder malt …

Sehr zu empfehlen sind Sendungen wie Universum wo Kinder andere Kulturen, Orte und Tiere “sehen” können und über sie Dinge erfahren. In ihrer natürlichen Umgebung. Nicht wie im Zoo!

Und sind es “gute” Serien mit guten Botschaften, so lernen Kinder viel. Was richtig und oder falsch ist, wie man Müll trennt, wie man jemanden zur Seite stehen oder helfen kann …

Der Fernseher sollte NIEMALS ein Hintergrund sein. Also Kinderfernsehen zum spielen aufdrehen oder sogar einen bei ihnen im Zimmer aufstellen.

Tja, also so schauts bei uns aus. Am Ende denke ich, kontrolliertes Fernsehen ist def. besser als am Handy oder am iPad zu schauen. Vorallem zu Hause.

HAPPY MONDAY MAMIs❤

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