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E N D O M E T R I O S E

Endo – was?

Vielen von Euch wird der Begriff Endometriose, Gott sei Dank, nichts sagen. Ein paar von Euch, werden schlucken. Ich habe selbst Endometriose. Jedoch soll dieser Post kein “ich bin so arm, bitte bemitleidet mich” Post werden, nein, ich möchte denen, die auch darunter leiden, Mut machen, und denen die nichts damit anfangen können, erklären was es ist.

Aber dafür zurück zum Anfang! :-)
Georg und ich heirateten im Juni 2008. Ursprünglich wollte ich schon ein Kind vor unserer Hochzeit haben, denn ich wollte mir die ganzen Fragen der Verwandtschaft ersparen, nach der Hochzeit. “und??? wann kommen endlich die Enkelkinder?”… Und da wir uns schon im Jänner 2007 verlobt hatten, ging ich davon aus, dass es sich ganz gut ausgehen könnte, sollte. Tja, aber es wurde leider nichts daraus und wir haben – im Nachhinein, Gott sei Dank ohne Kind geheiratet und eine tolle Party gehabt!!
Aber dann waren wir verheiratet, und dann kamen auch schon die Fragen. Wie ich sie hasse, und trotzdem sind wir selber nicht anders,…
Aber anstatt uns stressen zu lassen, beschlossen wir mal unsere Ehe zu geniessen und das Kinderkriegen hinten anzustellen.

Aber immer wieder überkam einen von uns die gewisse Lust aufs Kinderkriegen doch wieder und wir probierten wieder. Mal ein paar Monate, mal wieder nicht. Wirklich ganz nach Lust und Laune und total ohne Stress. Da aber dann mal wirklich länger nichts passierte und meine damalige Gyn meinte, ich solle mich einfach mehr entspannen, beschloss ich Gyn zu wechseln.

Und gut wars, denn meine neue Gyn, Frau. Univ.Prof.Dr. Ahner, entdeckte eine Zyste bei mir. Da ich zu der Zeit, das war Ende 2010, aber noch eine Akne-Kur machen wollte, beschlossen wir die Zyste nur mal per Ultraschall zu beobachten und nach Beendigung meiner Kur, eventuell eine Laparoskopie zu machen.

In der Zwischenzeit war ich auch bei meiner TCM Ärztin, um mir was für meine schon jahrelangen unerträglichen Regelschmerzen “verschreiben” zu lassen. Meine Schmerzen sind, bzw. waren teilweise so arg, dass ich entweder mit einem Thermofor, am Boden oder Couch, zusammen gerümmt gelegen bin, vor Schmerzen kaum sprechen konnte, zusätzlich mehrere Schmerzmittel nehmen musste um überhaupt den Tag zu überstehen, und dann kamen noch Unterrücken-schmerzen dazu, sowie ab und zu Übelkeit, aber meistens Durchfall. Keine schöne Kombination. Es war teilweise so arg, dass ich nicht ins Büro gehen konnte, geschweigedenn, dass Haus überhaupt verlassen konnte. Und so kam es vor, dass ich während meiner Regel einfach 3 Tage lang zu Hause lag, mit Schmerzen, und nicht wusste wie mir geschieht.

Sie war es dann auch, Dr. Bettina Zenz, die nach der ersten Sitzung bei ihr, das Wort “Endometriose” mal in den Raum stellte. Aber sie meinte, dies könne man eh nur mit der Laparskopie festellen.

Als meine Akne-Kur dann endlich zu Ende war, beschloss meine Gyn, eben die OP zu machen, denn die Zyste wurde leider grösser. Mitte Oktober wurde ich dann also operiert. Die OP ansich, halb so wild, das danach, eine Katastrophe. Deswegen, kann ich mir einfach nicht vorstellen, warum man sich, wenn keine Medizinische Notwenigkeit besteht, freiwillig einem KS unterzieht, aber lassen wir das mal.

Um genau operieren zu können, werden 4 kleine Schnitte gemacht. Einer im Nabel, und 3 unten am Bauch. Der Bauch wird mit Gas befüllt. Das ist nachträglich wirklich schmerzhaft. Denn das Gas, verteilt sich im ganzen Körper. Und wenn es mal in der Schulter “stecken bleibt” glaubt man, man kommt um vor Schmerzen. Das hat bei mir über eine Woche gedauert, noch dazu sah ich 2 Wochen aus, als wäre ich im 3. Monat schwanger.

Bei der Laparskopie kam dann leider die Diagnose. Zyste weg, aber wie vermutet, Endometriose. Stage 4. Also die schlimmste. Ich hatte zu dem Zeitpunkt immer noch keine Ahnung was es eigentlich ist, also musste meine Gyn mir alles genau erklären. Hier der Link für Euch zur Erklärung.
Der letzte Satz, war aber der schlimmste. “Sie können wahrscheinlich nur schwer Kinder bekommen, wenn dann nur mit Hilfe”. Eine Welt brach für mich zusammen. Ich wollte immer Kinder haben, 4! Und jetzt, jetzt kann ich vielleicht nicht mal eines bekommen.

Nach ein paar Tagen und endlich wieder zu Hause, recherchierten Georg und ich wie wahnsinnig.
Denn heilbar ist es nicht! Man kann zwar damit leben, und wird vermutlich nicht deswegen sterben, aber es ist da, und es wird immer da sein. Man kann die Neuerstehung jedoch verlangsamen, jetzt wo die Herde entfernt wurden. Mit Einnahme der Pille und mit einer Schwangerschaft! Aber schwanger konnte ich ja angeblich nicht werden. Also machten wir uns einen Termin in der Kinderwunschlinik von Dr. Christoph Kindermann aus, angeblich der Beste! Das war Ende Oktober. Wir wollten das so schnell wie möglich angehen. Nichts unversucht lassen. Einen Termin bekamen wir für Jänner 2012!!

Trotzdem, hatte ich mich in der Zwischenzeit ein bisschen “damit abgefunden” dass ich vielleicht nie Kinder haben werde. Abgesehen davon, stand mein 30. Geburtstag um die Ecke, und der wollte ganz stark gefeiert werden!! Und das wurde er auch! Es gab eine fette “Alice im Wonderland” Party und ich habe gefeiert, als gäbe es keinen Morgen.

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Anfang Dezember besuchte ich meine Schwester für ein Wochenende in Tirol. Das ganze Wochenende fühlte ich mich ganz komisch. Anders. Also, beschloss ich am Montagfrüh, warum auch immer, einen Schwangerschaftstest zu machen. (ich hatte Gott sei Dank noch welche zu Hause). Und der war in der Sekunde ganz POSITIV. Mir blieb der Mund offen. Ich wusste nicht wie ich reagiern sollte. “Ich kann doch gar keine Kinder bekommen” spielte es in meinem Kopf ab,… Ich habe am ganzen Körper gezittert, und wusste ich nicht, wie ich mit dieser Situation um gehen sollte. Georg auch nicht.
Und den Termin in der KiWu Klinik konnten wir dann absagen!

Am Weg ins Büro kaufte ich mir dann noch einen Digitalen SStest, der mir dann gleich 3+ anzeigte. Ich war damals in der 4. Woche schwanger. Unglaublich. Wir waren natürlich alle völlig aus dem Häuschen. Vorallem auch meine Gyn, denn die hatte eben auch nicht wirklich damit gerechnet. Vorallem nicht so schnell. (Oktober OP, November schwanger geworden) Denn dass es dann plötzlich doch auf Natürlichen Weg geht, wusste sie, aber es funktioniert eben leider nicht immer, und deswegen will sie niemandem ein Versprechen geben, das sie dann nicht halten kann, aber prinzipiell sind die Chancen sehr gut, gleich nach einer Laparskopie!

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Tja, und jetzt sitze ich hier, als “MOM”, hab einen kerngesunden 19 Monate alten Sohn, und bin – auch wenn es manchmal sehr schwer ist – eine ganz stoltze und liebende Mutter. Und ich bin froh, dass ich es werden durfte. DANKE! ❤

Nun versuche ich, mit Hilfe von Homöopathie & TCM, meine Endometriose in Schach zu halten, und so gut wie möglich damit zu leben! Denn das muss ich. Und meine Regel ist nach wie vor, leider immer noch ein sehr unangenehmes und vorallem sehr schmerzhaftes Event, jedes Monat. Da vermiss ich dann ein bisschen das schwanger sein, so lange ohne! Ein Traum.

Da Georg und ich auch noch ein 2 Kind haben möchten, kommt natürlich doch immer wieder der Gedanke “was ist, wenn es dann nicht mehr geht?, nicht mehr klappt?, wenn DAS unsere Chance war?”,… werde ich sehr emotional. Denn ein 2. hätte ich wirklich sehr gerne, und wenn möglich, ohne eine 2. Laparskopie. Auf der anderen Seite, würde ich es, wahrscheinlich wieder auf mich nehmen, um meinem Traum ein Stückchen näher zu kommen,… mal schauen.

Wer also auch darunter leidet, oder damit zu kämpfen hat, es gibt ganz tolle Schüsslersalze, Homöopathische Mittel und viel in der Ernähung (TCM), mit der man seine Situation unterstützen kann.

Und irgendwie geht alles. Fast alles. Fast immer. Also postiv bleiben – ich bin es auch.

“Everything will be OK in the end! If it´s not OK, it´s not the end”

HAPPY MONDAY MAMIs ❤

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