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DIE MAMI PHASEN

PRE-PHASE 1
Man hält den postiven Schwangerschaftstest in Händen und kann es kaum glauben, entweder ist man total überrascht und freut sich riesig, oder man ist überrascht und weiß noch nicht wie man darüber denken soll, ODER es hat endlich geklappt und ist den Tränen nahe vor Rührung und Glück.

PHASE 1
In der Mitte der Schwangerschaft, man hat genügend Bauch damit ALLE wissen, man ist schwanger, man hat Leben kreiert. Ja, wir hatten Sex! Fühlt sich – hoffentlich – wunderschön und zeigt sich gerne. Geniesst das Leben, die Vorteile des Schwangerseins und lässt sich bedeinen, die Füsse massieren und anhimmeln.

PHASE 2
Plötzlich ist man gefühlte 3 Jahre schwanger, es geht dem Ender der Schwangerschaft zu und man denkt sich NUR noch – WANN KOMMST DU ENDLICH RAUS??????

Ich kann nicht mehr. Es ist so heiß, mir ist so heiß, es ist so schwer, der Bauch so groß, ich sehe nichts mehr darunter, meine Haut juckt und spannt, ich kann nicht mehr liegen, nicht mehr sitzen, nicht mehr gehen. UND ich will doch ENDLICH wissen wie Du aussiehst, wem Du ähnlich siehst, wie Du riechst und dich spüren !!

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PHASE 3
ENDLICH DA! Irgendwie kommen einem die 35+ (je nach Länge / Dauer der Schwangerschaft) Wochen ewig her & vor und sie sind eigentlich “ur schnell vergangen”… vielleicht ein bisschen zu schnell?

Aber man, also eigentlich ja Frau, schwebt auf Wolke 7, liebt es, seinen Partner, das Leben, man ist überwältigt von Stolz und Liebe und Glück und und und. (Wenn sich kein BabyBlues einschleicht).

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PHASE 4
Ist man dann mal etwas eingelebt und vertraut mit seiner neuen Rolle und der neuen Situation, besucht man mit voller Freude und Elan das erste mal die Freundin mit den/m “großen” Kind(ern), es/sie  sind/ist zwischen 1-4 Jahren alt.

Sobald man dort angekommen ist denkt man sich warum will dieses kind mir dauernd Sachen zeigen, Duplo und so? Warum redet dieses Kind so viel, was will es eigentlich?? Schlecht erzogen, bekommt ganz eindeutig VIEL zu viel Aufmerksamkeit. Mein Kind wird nicht so – aber das ist ja klar.

Es ist perfekt, es liegt da und ist zufrieden, will nur Busen, Nähe und dazwischen schläft es so dass man eine normale Konversation mit der Freundin führen kann… Also, das Leben ist perfekt. Ich bin perfekt. Ich strahle und fühle mich – trotz hängender Bauchhaut – dank der Hormone – fesch und Pudelwohl in meiner “Haut”.

Jetzt bekommt dieses eh schon hyperaktive kind noch Kekse, mit Zucker drin oder Schokolade drauf. Ich dachte sie will mind 3 Jahre keinen Zucker geben? Und wollte sie nicht eigentlich Englisch mit ihm/ihr sprechen?

Also ICH werde meinem Kind ganz sicher NIE Zuckerhaltige Lebensmittel geben! NIE! Und Ich werde ganz sicher französisch mit ihm/ihr sprechen. Es muss ja von uns profiteren. Früh genug alles lernen und mitbekommen.

Ich werde die BESTE Mutter der Welt. Ja, das werde ich, ach, das bin ich schon! Ich habe alles im Griff. Morgen übernehme ich die Weltherrschaft!

PHASE 5
Das eigene Kind ist ein paar Monate zwischen 6-12 und man trifft eine Freundin mit neugeborenem. Das erste was man sich denkt – oh Gott, die strahlt noch. Die hat ja GAR keine Ahnung was da auf sie zukommt.

Schlaflose Nächste, Blähungen, Zähne… Impfungen… sag ichs ihr? Soll ich sie darauf vorbereiten oder soll ich sie in dem Glauben lassen, Kinder sind easy – das beste das tollste… !?!? Ich warte mal ab was sie so erzählt.

Ok, die Alte hat ja wirklich noch die Rosa Brille auf. Die sieht ja gar nichts vor Hormonen. Ich muss es ihr sagen. Ich muss sie darauf vorbereiten. Damit sie nicht so hart landet wie ich damals. Ich hätte es gewollt, wenn man es mir gesagt hätte. Ganz sicher. Ich wäre besser vorbereitet gewesen.

Also, ich sags ihr jetzt: “Geniess es so lange sie noch so sind! es ist SO anstrengend – du wirst sehen! Es ist die Hölle, die Nächte, der Haarverlust, die Brustwarzenentzündungen… und und und.” Sie meint total entspannt & verliebt, bei ihrem Kind wird das anders. Sie ist eine andere Mutter als du. Du fängst zu lachen an – “JA OK – IS KLAR NEE”. Viel Spaß.

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PHASE 6
Du besuchts mit deinem mittlerweile 2 jährigen die Freundin mit den 2 älteren Kindern. Entschuldigst Dich dauernd das Dein Kind alle Laden neugierig aufmacht, Sachen schmeißt, trotzig und rotzig ist, versprichst aber es ist nichts ansteckendes, bist erschöpft und ausgelaugt, siehst ihre Kinder an und denkst Dir, “Wahnsinn, die sind so wohl erzogen.

Essen schön, bei Tisch, MIT Messer und Gabel, putzen sich den Mund mit der Serviette ab, fragen ob sie aufstehen dürfen und sind höflich, ziehen sich zurück UND kümmern sich auch noch um Deinen kleinen Giftzwerg. Du denkst Dir, wow, ich freu mich schon, wenn meiner/meine in dem Alter ist, wenn man dann “endlich” normal mit ihnen sprechen kann, sie sich zu äußern wissen, aber auch, wann genug ist.” Sie beschäftigen sich alleine, aber auch zu zweit und sind etzückend.

Die Mutter sagt plötzlich, “ich hätte SO gerne noch ein Baby. Ich vermisse diese Zeit – kuscheln, viel Liebe und Wärme, keiner der dauernd zurück redet, frech ist oder so eine starke eigene Meinung hat.

Und die Schule – also das ist noch mal eine ganz andere Liga. Dann verändert sich einfach ALLES.” Du schaust sie völlig verdattert an und denkst Dir nur, spinnt sie jetzt? Ein Baby? Hat sie denn vergessen WIE anstrengend – kräfteraubend und zerrend das war. Die Schlaflosen Nächte? Und und und … Schule? Anstrengend – ist doch herrlich, endlich richtig aus dem Haus. Hah!

PHASE 7
Dein Kind beginnt richtig mit Dir zu sprechen. Wie herrlich, ENDLICH kann man sich unterhalten. Man weiß – hat es Hunger oder Durst, Bauchweh, wo zwickt es, wo brennt es. Was ist passiert. Man kann damit arbeiten. Versteht sich besser, hat so viel Spaß, macht Ausflüge, will ihnen die Welt zeigen und mit ihnen neu erkunden.

BIS sie plötzlich anfangen ALLES was Du – nicht immer unbedingt bedacht oder vor ihnen sagst, nach zu sagen… plötzlich werden andere Autofahrer – aus heiterem Himmel – als “Trottel” beschimpft und alles ist Gacki und so. ALLES wird mit WARUM beantwortet. Ahja, so schön. Bin ICH froh dass sie ENDLICH sprechen können. Warum wollte ich das nochmal?

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PHASE 8
Plötzlich willst Du doch auch noch ein Baby. Weil sie sind ja wirklich so süß sind und sie riechen so gut und sie wollen und brauchen nur Dich und Du bist genug und immer für sie da und und und … bis du eine Freundin mit 3-4 Monate alten Baby triffst und sie zig mal das runter geschmissene Spielzeug vom Boden aufheben muss, den Schnuller noch desinfiziert, Flasche machen muss und nicht einfach einen Apfelsaft bestellen kann… du gehst nach Hause und denkst dir herrlich.

Ich bin aus DEM raus. Ich habs schon gut, suchst aber die Kiste mit den Anziehsachen vom ersten Kind raus, und brichts fast in Tränen aus weil er ja schon so gross ist und dich kaum noch braucht und du doch so gerne ein Baby hättest. Nur noch 1, denn das kann es ja nicht gewesen sein …

Pyjama Lucian

Bei Phase 9 & 10 bin ich noch nicht – Ich denke wir finden uns alle immer und irgendwie in all diesen Phasen. Mal mehr mal weniger.

Auf gehts, Ab gehts … viele Jahre wach!

HAPPY THURSDAY – HAPPY MATERNITY – MAMIs❤

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1 Response
  • madeleine weinhardtsberg
    September 11, 2015

    es ist einfach grooooßartig – sowas von genau auf den Punkt gebracht!
    ….und ich kann dir aus meiner laaaangen Lebenserfahrung sagen, es geht genau in dem Tenor weiter – immer freust du dich auf die nächste Phase, immer erwartest du, dass es besser, einfacher und gemütlicher wird! Wird es nicht – ätsch!
    da habt ihr vielen jungen Mamis noch ganz viel Spannendes vor Euch. Die Palette reicht von größtem Glück, Stolz über komplette Erschöpfung und der Frage nach dem Sinn bis zu ernsthaften Selbtsmordgedanken.
    Aber am Ende des Tages – wie Du immer so schön sagst – ist es wirklich TOLL Kinder, eine große Familie zu haben,, wo zumindest immer einer gerade herzerwärmend, tröstend, unterstützend, liebevoll ist! Du immer noch Mami sein darfst – kannst- musst, dir als Nana dann die Freuden mit den ganz Kleinen wieder auffrischen darfst, sie aber auch ihren Eltern in die Hand drücken und wieder dein eigenes -hoffentlich schon gemütlicheres Leben führen darfst!
    Eltern zu sein ist die größte Herausforderung und gleichzeitig das größte Glück!
    Lebt es – genießt es – meistert es!

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